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Golf in Deutschland verändert sich: Was der Golfreport 2026 zeigt und warum wir Golf endlich attraktiver machen müssen

26. Mai 2026 6 Kommentare 159 mal gelesen

Eine persönliche Meinung von mir 

Wenn ich heute ehrlich zurückblicke, hätte ich viel früher mit Golf anfangen sollen. Aber ich habe mich schlichtweg nicht getraut. Das klingt vielleicht überraschend. Gerade wenn man mich heute erlebt, könnte man denken, Golf hätte schon immer selbstverständlich zu meinem Leben gehört. Doch tatsächlich war lange Zeit genau das Gegenteil der Fall.

Ich hatte Respekt vor diesem Sport und ehrlich gesagt auch Respekt davor, wie andere Menschen möglicherweise auf mich schauen würden. Als Unternehmer dachte ich damals häufig: Was denken eigentlich Kunden, wenn ich plötzlich Golf spiele? Würden manche vielleicht denken: „Dem geht’s wohl zu gut.“ Oder schlimmer noch: „Golf? Jetzt hebt er komplett ab.“ Bevor ich tatsächlich meine Platzreife gemacht habe, vergingen fast 20 Jahre .

Golf ist nicht altmodisch, vielleicht erzählen wir es nur falsch

Vielleicht kennst Du genau diese Gedanken sogar selbst. Denn seien wir ehrlich, Golf trägt bis heute ein Image mit sich herum, das nicht immer hilfreich ist. Für viele Menschen ist Golf elitär, teuer, steif oder irgendwie spießig. Ein Sport für Menschen mit viel Geld, viel Zeit und wenig Bodenhaftung. Heute weiß ich: deses Bild ist in vielen Fällen schlicht falsch.

Golf ist für mich längst viel mehr als nur ein Sport. Golf bedeutet für mich Natur, Ruhe und Fokus. Es sind diese Stunden draußen, in denen mein Kopf plötzlich wieder klar wird. Gespräche auf der Runde mit den Buddies, gemeinsames Lachen, manchmal Frust und genau daraus entstehen oft Momente, die ich nicht missen möchte. Von den Golfreisen ganz zu schweigen…

Erkenntnisse aus dem Golfreport 2026

Gerade in einer Zeit, in der vieles immer schneller wird, hat Golf für mich etwas fast schon Wohltuendes. Und trotzdem glaube ich: Genau dieses Imageproblem bremst unseren Sport bis heute.

Vor Kurzem habe ich den Golfreport 2026 (hier downloaden) gelesen. Ein Report voller Zahlen, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven rund um den deutschen Golfsport. Eigentlich eine Branchenanalyse. Für mich war er aber vor allem eines: ein Denkanstoß. Denn zwischen Statistiken, Marktanalysen und Zukunftsszenarien tauchte immer wieder dieselbe Frage in meinem Kopf auf: Warum wächst Golf eigentlich nicht viel stärker?

Denn wenn man einmal verstanden hat, was dieser Sport Menschen geben kann, müsste Golf aus meiner Sicht eigentlich boomen. Und genau deshalb schreibe ich diesen Artikel. Nicht als Funktionär. Nicht als Branchenexperte. Sondern als jemand, der Golf liebt und der sich wünscht, dass noch viel mehr Menschen die Chance bekommen, genau diese Leidenschaft für sich zu entdecken. Total einfach, oder?

Golf wächst – aber deutlich langsamer als viele denken

Golf wächst Aber längst nicht so stark, wie es könnte

Zunächst einmal die gute Nachricht: Golf wächst. Laut Golfreport 2026 spielen aktuell rund 695.617 organisierte Golferinnen und Golfer in Deutschland Golf. Das bedeutet, unser Sport lebt, entwickelt sich und erreicht weiterhin neue Menschen. Doch wenn man die Zahlen etwas genauer betrachtet, zeigt sich ein differenzierteres Bild.

Denn im Vergleich zu anderen Sportarten wächst Golf deutlich langsamer. Während Fußball, Turnen oder Tennis teils massive Mitgliederzuwächse verzeichnen, bleibt der organisierte Golfsport bei einem Wachstum von rund 0,7 Prozent eher moderat. Das soll kein Alarmismus sein. Ganz im Gegenteil. Ich glaube nicht, dass Golf schlecht dasteht. Aber ich glaube sehr wohl, dass Golf noch lange nicht dort ist, wo es eigentlich sein könnte.

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Denn wenn ich auf mein Umfeld schaue, sehe ich unglaublich viele Menschen, die perfekt zu diesem Sport passen würden: Menschen, die Natur mögen. Menschen, die mentale Herausforderungen lieben und sich ehrlich gesagt genau sowas wünschen. Menschen, die sich nach Gemeinschaft sehnen oder einfach ein paar Stunden ohne Dauerstress verbringen möchten. Verständlich, oder? Und trotzdem beginnen viele nie mit Golf. Warum? Weil sie glauben: „Golf ist nichts für mich.“ Und genau hier beginnt aus meiner Sicht das eigentliche Problem.

Das wahre Problem des Golfsports ist oft nicht Golf selbst

Ich glaube nämlich nicht, dass Golf zu langweilig ist. Auch glaube ich nicht, dass Golf grundsätzlich zu kompliziert ist. Das eigentliche Problem beginnt oft viel früher: Viele Menschen haben Angst, nicht dazuzugehören.

Und ich sage das bewusst so deutlich, weil ich mich selbst darin wiedererkenne. Wenn man von außen auf Golf schaut, wirkt vieles zunächst fremd. Es gibt eine eigene Sprache, eigene Regeln, bestimmte Umgangsformen und manchmal auch unausgesprochene Erwartungen. Wer nie Berührungspunkte mit Golf hatte, fühlt sich schnell wie jemand, der vor einer geschlossenen Tür steht und nicht weiß, ob er überhaupt eintreten darf.

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Viele Menschen verbinden Golf bis heute mit Bildern von exklusiven Clubs, strengen Regeln und einer Atmosphäre, in der man bloß nichts falsch machen möchte. Und manchmal – so ehrlich müssen wir sein – machen wir es Menschen auch unnötig schwer. Nicht bewusst. Aber vielleicht zu kompliziert. Zu formell. Zu wenig locker. Zu wenig nahbar.

Dabei vergessen wir oft, wie einschüchternd der erste Kontakt mit Golf wirken kann. Wer noch nie Golf gespielt hat, braucht zunächst keine Handicap-Erklärung. Er braucht erst einmal ein gutes Gefühl.

Junge Menschen entdecken Golf neu und genau darin liegt eine große Chance

Bei all den Herausforderungen, die der Golfreport beschreibt, gibt es eine Entwicklung, die mich persönlich wirklich optimistisch stimmt. Entgegen vieler Vorurteile wächst Golf gerade in den Altersgruppen, bei denen man es vielleicht am wenigsten erwartet hätte. Vor allem Menschen zwischen 21 und 35 Jahren entdecken den Sport zunehmend für sich. Laut Golfreport gehören genau diese Altersgruppen zu den stärksten Wachstumstreibern der vergangenen Jahre.

Ganz ehrlich: Das hat mich zunächst überrascht.Über Jahre hatte man oft das Gefühl, Golf würde immer älter werden. Vielleicht kennst du selbst diese Aussage: „Golf stirbt irgendwann aus.“ Doch genau das scheint aktuell nicht zu passieren. Vielleicht erleben wir gerade sogar eine Entwicklung, die viele unterschätzen.

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Schaut man genauer hin, passt Golf heute möglicherweise besser in unsere Zeit als jemals zuvor. Wir leben in einer Welt voller Tempo, Reizüberflutung und permanenter Erreichbarkeit. Genau in dieser Welt entdecken immer mehr Menschen plötzlich einen Sport, der das Gegenteil bietet: Ruhe, Fokus, Natur, Bewegung, Zeit für Gespräche und manchmal einfach die Chance, den Kopf wieder freizubekommen. Vielleicht ist Golf heute moderner, als wir manchmal selbst glauben.

Vieles, wonach Menschen heute suchen – mentale Stärke, Entschleunigung, Gemeinschaft und bewusste Zeit – steckt längst in diesem Sport. Nur erzählen wir es oft noch nicht gut genug

Golf muss nicht elitärer werden. Golf muss zugänglicher werden

Menschen wollen heute anders Golf spielen und das ist völlig okay

Eine weitere Entwicklung, die der Golfreport sehr deutlich zeigt, betrifft die Frage, wie Menschen Golf künftig spielen möchten. Lange Zeit war der Weg in den Golfsport relativ klar: Mitgliedschaft, Jahresbeitrag, feste Bindung an einen Club. Doch diese Welt verändert sich.

Die Zahl der clubfreien Golferinnen und Golfer wächst deutlich. Besonders die VcG konnte in den vergangenen Jahren massiv zulegen. Zwischen 2021 und 2025 stieg die Zahl der clubfreien Golfer um mehr als 34 Prozent. Manche sehen darin eine Gefahr. Ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht zeigt uns diese Entwicklung einfach nur, wie Menschen heute leben. Flexibler. Spontaner. Weniger langfristig gebunden.

Nicht jeder möchte sofort eine Vollmitgliedschaft unterschreiben. Viele Menschen wollen einen Sport erst einmal kennenlernen, erleben und ausprobieren und das ist doch völlig nachvollziehbar. Vielleicht müssen wir akzeptieren, dass Leidenschaft nicht immer mit einem Mitgliedsantrag beginnt. Manchmal beginnt sie einfach mit einem schönen Nachmittag auf der Range.

Vielleicht beginnt die Zukunft von Golf gar nicht mehr auf Tee 1

Ein Gedanke aus dem Golfreport hat mich besonders beschäftigt: Die Driving Range könnte in Zukunft deutlich stärker zum Herzstück moderner Golfanlagen werden. Ich war bereits auf so vielen Golfanlagen mit einer modernen Trackman-Range. Das ist so geil, da willst Du einfach richtig zocken. Warum ist sowas nicht Standard? Klären wir mal wann anders.

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Zum Wohl! Ein grandioser Golftag!

Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich: Genau darin steckt riesiges Potenzial.  Wenn wir ehrlich sind, verlieben sich die wenigsten Menschen zuerst in Regeln oder eine Platzreifeprüfung. Menschen verlieben sich zuerst in ein Gefühl. In den ersten gut getroffenen Ball. In gemeinsames Lachen. In einen entspannten Feierabend. In das Gefühl: „Hey – das macht richtig Spaß.“ So war es bei mir, als ich 2019 die Platzreife machte. Ich bin seitdem süchtig und ich gebe offen zu: Wenn ich mit dem Golfsport nicht angefangen hätte: ich wäre falsch abgebogen und wahrscheinlich auch krank geworden.

Warum also nicht viel mutiger werden? Warum nicht lockere Feierabendformate schaffen? Warum nicht Einsteigerabende, bei denen Gemeinschaft und Begeisterung im Vordergrund stehen? Warum nicht mehr Formate, bei denen Menschen Golf einfach erst einmal ausprobieren dürfen ohne Druck und ohne das Gefühl, sofort alles richtig machen zu müssen? Ich glaube nicht, dass wir Golf neu erfinden müssen. Aber vielleicht den Weg dorthin.

Golf hat ein Imageproblem und wir sollten ehrlich darüber sprechen

Das hier ist wahrscheinlich der unbequemste Teil meines Artikels. Aber ich glaube: Ehrlichkeit hilft uns weiter. Ja, Golf hat nach wie vor ein Imageproblem. Nicht überall. Nicht bei jedem Club. Aber insgesamt schon. Der Sport wird häufig als elitär, teuer oder steif wahrgenommen. Als Sport für Menschen mit viel Geld und wenig Alltagssorgen. Das Verrückte daran ist: Viele Menschen urteilen darüber, ohne jemals selbst Golf ausprobiert zu haben.

Doch wenn dieses Bild existiert, müssen wir uns auch ehrlich fragen: Warum existiert es überhaupt? Vielleicht, weil wir uns manchmal zu wenig öffnen. Vielleicht, weil neue Menschen sich nicht immer willkommen fühlen. Vielleicht, weil manche Clubs mehr nach Verwaltung als nach Gastgebermentalität wirken. Und vielleicht auch, weil wir häufig viel zu sehr in Regeln denken, statt in Emotionen. Denn niemand verliebt sich in Handicap-Systeme.

Menschen verlieben sich in Gefühle – in Geschichten – in Gemeinschaft. In dieses wunderbare Gefühl nach einer Runde, wenn man nach Hause fährt und denkt: „Das war heute einfach richtig gut.“
Genau das müssen wir viel stärker erzählen.

Was wir aus meiner Sicht verändern dürfen

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Golfer Matthias Schultze

Wenn wir wollen, dass Golf attraktiver wird, dann brauchen wir Veränderung. Nicht radikal. Nicht künstlich. Aber mutig. Wir brauchen Golfclubs, in denen Menschen sich willkommen fühlen. Orte, an denen niemand Angst haben muss, etwas falsch zu machen. Wir brauchen mehr lockere Formate. Mehr After-Work-Golf. Mehr Einsteigergruppen. Mehr Möglichkeiten, Menschen unkompliziert an den Sport heranzuführen.

Wir sollten Golf emotionaler erzählen. Weniger über Regeln sprechen und mehr über das, was Golf mit Menschen macht. Warum nicht stärker zeigen, wie Freundschaften entstehen? Warum nicht erzählen, wie gut Golf für die mentale Gesundheit sein kann? Warum nicht viel öfter sichtbar machen, wie viel Freude dieser Sport schenken kann? Und vielleicht müssen wir auch lernen, uns weniger wichtig zu nehmen. Golf darf hochwertig bleiben, aber Golf darf gleichzeitig lockerer werden. Herzlicher. Einladender.

Mein Wunsch für Golf 2035

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Golfer Matthias Schultze

Wenn ich an die Zukunft des Golfsports denke, wünsche ich mir keinen elitäreren Sport. Ich wünsche mir vor allem: Einen zugänglicheren Sport. Einen Sport, bei dem Menschen nicht mehr denken: „Da passe ich nicht rein.“ Sondern: „Das möchte ich ausprobieren.“

Ich wünsche mir mehr junge Menschen auf Golfanlagen. Mehr Familien. Mehr Frauen, die sich wohlfühlen. Mehr Community. Mehr Lockerheit. Und vor allem wünsche ich mir Clubs, die verstehen: Menschen bleiben nicht wegen Regeln. Menschen bleiben wegen Menschen.

Golf hat das Potenzial, eine der schönsten Sportarten überhaupt zu sein. Nicht nur wegen Birdies oder Handicap. Sondern wegen all dem, was zwischen den Schlägen passiert, denn das ist so unfassbar viel.

Ich hätte viel früher mit Golf anfangen sollen

Die Zukunft von Golf beginnt nicht irgendwann – sondern jetzt!

Der Golfreport 2026 zeigt viele spannende Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen. Vor allem aber zeigt er eines: Golf verändert sich. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, mutiger zu werden. Nahbarer. Emotionaler. Offener. Hast Du auch Bock?

Denn ich glaube fest daran: Golf kann deutlich größer werden, als es heute ist. Nicht, indem wir den Sport verändern. Sondern indem wir mehr Menschen die Angst nehmen, ihn überhaupt kennenzulernen. Wenn ich mit Golfliebe.com einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, Menschen neugierig auf diesen wunderbaren Sport zu machen, dann wäre das für mich schon ziemlich groß.

Was muss sich im Golfsport verändern, damit noch mehr Menschen Lust auf Golf bekommen?

Schreib es gerne in die Kommentare.

Liebe Grüße

Euer Matthias

6 Kommentare zu
»Hat der Golfsport ein Imageproblem ?«

  1. Spannender Beitrag — wir sehen vieles davon ganz ähnlich. 😊

    Aus unserer Sicht müsste vor allem der Einstieg in den Golfsport deutlich einfacher und lockerer werden. Mehr clubfreie Golfplätze oder niedrigschwellige Angebote könnten helfen, Berührungsängste abzubauen. Wir selbst hatten vor dem Einstieg auch viele Vorurteile gegenüber Golf: elitär, spießig, „kein richtiger Sport“. Heute sehen wir das komplett anders.

    Was uns damals geholfen hätte: moderne und entspannte Formate, um Golf überhaupt kennenzulernen. Zum Beispiel:

    * Partygolf oder Afterwork-Events auf der Range
    * „NoNiGo“-Turniere („Noch nie Golf“) mit kurzer Schnupperstunde und anschließendem 4-Loch-Scramble zusammen mit Mitgliedern
    * Tiger & Rabbit-Formate
    * Familien- oder Grilltage im Club

    Denn eigentlich erleben wir die Golf-Community total offen und entspannt. Gerade das Kennenlernen neuer Leute macht extrem viel Spaß — und genau dieser soziale Aspekt dürfte aus unserer Sicht noch viel stärker gefördert werden.

    Außerdem fänden wir es spannend, wenn Clubs für ambitionierte Golfer auch mehr sportliche Zusatzangebote schaffen würden. Fitness, Beweglichkeit und Athletik werden im Golf oft unterschätzt. 😅

    Eine Frage hätten wir noch:
    Im Golfreport steht — wenn wir uns richtig erinnern —, dass ein großer Teil der Golfer nach 2–3 Jahren wieder aufhört. Das sehen wir ebenfalls als großes Thema. Hast du dazu eine Meinung oder Erklärung?

    • Herzlichen Dank für das tolle Feedback hier im Blog. Das weiß ich sehr zu schätzen.

      Zu Eurer letzten Frage:

      Aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt. Denn die vielen Neuzugänge sind zwar löblich und auch wichtig. Aber die Menge an Abgängern ist genauer zu betrachten. Netto-Wachstum ist daher eher gering.

      Ein Grund für die Menge an Abgängern könnte das doch schnell abflachende Interesse sein, da zu wenig Neues passiert und der Reiz, der einen am Anfang fesselt, flöten geht und die Erwartungshaltung zu hoch ist.

      Wer Menschen findet, bleibt.Wer nur eine Mitgliedsnummer ist, geht wieder weg wenn der Rahmen nicht stimmt.

      Das ist ein großes Thema wie ich finde.

      Lass uns das mal weiterdenken.

      Liebe Grüsse

      Matze

  2. Liebe Matthias

    Danke für deine tollen Worte und Gedanken.

    Wir beide lieben dieses Spiel und diesen Sport und wir beide fragen uns, warum sind wir nur knapp 700.000 Mitglieder im DGV und nicht mehr.

    Golf wird immer beliebter, und ich habe das Gefühl, durch Social Media, junge Creator mit Reichweite sorgen dafür, dass immer mehr junge Leute diesen Sport ausprobieren.

    Viele die diesen Sport ausprobieren, fangen auch sofort an und legen gleich los. Doch dann kommt aus meiner Erfahrung, dass diese Neugolfer nach 3 Jahren zu 80% wieder aufhören !!! Und dass ist für mich alarmierend.

    Wie schaffen wir es als Golfgemeinschaft dafür zu sorgen, dass diese Leute länger im Golfsport bleiben.

    1. Trainings- und Spielgruppen
    2. Tiger und Rabbit Turniere
    3. regelmäßige Trainingseinheiten attraktiv und flexibel
    4. Events und Aktivitäten auf und neben dem Platz
    5. Familienangebote

    Golf wird immer ein Imageproblem haben. Dafür haben wir zu lange es nicht geschafft, diese Vorurteile zu bekämpfen.

    Es ist jetzt an der Zeit diesen Sport moderner und attraktiver zu machen, damit die Menschen weiterhin viel Spaß haben und die Clubs größer werden! Die Möglichkeiten ist Chancen sind da.

    • Lieber Bene, besten Dank für Deine Sicht der Dinge zu diesem Thema, das ist mir wichtig. Du führst wichtige Punkte auf, die mehr Aufmerksamkeit brauchen.

      Es darf was passieren und ich bin sehr gespannt, was in den Clubs und auch außerhalb an Innovationen kommen werden.

      Bleibt spannend. Bis ganz bald und liebe Grüße aus Isernhagen

      Matze

  3. Sehr starke Gedanken zu dem Report und auch wir haben auf diversen Ebenen angefangen zu diskutieren. Ich habe gerade den Club gewechselt. Nicht, weil mein alter Club schlecht war, sondern ich brauche ab und an Veränderung.

    Und jetzt habe ich im neuen Club wieder so ein ungutes Gefühl und zwar „gehöre ich dazu“?

    Genau hier liegt meiner Meinung nach das Problem. Die Willkommenskultur auf Golfanlagen ist leider oft nicht vorhanden. Man hat das Gefühl, nicht sofort dazuzugehören, obwohl man mit einer Mitgliedschaft in den meisten Fällen ja genau das möchte.

    Was will ich damit sagen? Mitglieder stehen nicht am Sekretariat Spalier für Neugolfer und Neumitglieder. Es herrscht oft keine offene Willkommenskultur. Kein „hey, wer bist du denn“. Meiner bescheidenen Meinung nach, muss sich der Golfsport dahingehend ändern, dass Neugolfer sich willkommen fühlen. Das geht zum einen über den Club, der eventuell spezielle Kennlernturniere ausrichtet, bei denen Neugolfer mit etablierten gemeinsam spielen. Sowas geht eventuell auch über Mentorenprogramme, aber vielmehr sollte es von den Mitgliedern eines Clubs als Repräsentanten des Clubs ausgehen. Eine offene Willkommenskuktur!

    Hier liegt jedoch das Problem. Wollen die Etablierten das überhaupt? Wollen wirklich alle Wachstum? Machen wir uns nichts vor, denn die meisten wollen genau das nicht. Man möchte vielerorts unter sich bleiben. Wir müssen also nicht den Sport verändern, sondern die Art und Weise, wie wir ihn leben und erleben. Das geht nur mit einer ganz klaren Kommunikation eines Clubs mit seinen Mitgliedern. Viele Clubs haben berechtigte Ängste, dass die Mitgliederzahlen bald wieder sinken werden, denn wenn wir uns die Demografie anschauen, fehlt es überwiegend an Frischfleisch.

    Ich schreibe diese Zeilen um 04:00 Uhr morgens und muss jetzt los nach Österreich. Könnte stundenlang über dieses Thema sprechen. Danke für Deinen Artikel.

    VG Tobi

    • Guten Morgen lieber Tobi, Respekt für das frühe Aufstehen und vor Allem, dass Dir noch die Zeit genommen hast vor der Reise hier auf golfliebe.com zu diesem Thema zu antworten. Das freut mich enorm und kommt sehr gut bei mir an. Chapeau!

      Was Du schreibst, kann ich 100% unterschreiben. Es ist auch nicht einfach, sich als Rookie in ein bestehendes Clubleben zu integrieren. Viele Clubs machen das schon gut und als ich zum Beispiel gerade nach Isernhagen gewechselt bin, durfte ich erleben, wie Herzlichkeit Menschen zusammenführt. Das tut gut und trägt dazu bei, sich stabil zu integrieren. Menschen bleiben wegen Menschen!

      Lass uns Geren dazu weiterplaudfern, wenn Du wieder da bist und Zeit hast. Das Thema ist sehr spannend.

      Also, viel Spaß bei Deinen tollen Aktivitäten und vor allem mit der Familie.

      Liebe Grüße sendet

      Matze

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